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Wir haben angefangen.
Du kannst aber noch
miteinsteigen.

Intensivkurs für Sprachgestaltung und Schauspiel

Wir haben angefangen, du kannst miteinsteigen!

Letzten Herbst haben wir mit einem berufsbegleitenden Ausbildungskurs für Sprachgestaltung und Schauspiel begonnen und möchten nun das laufende Angebot für weitere interessierte junge Erwachsene öffnen, welche diese Künste kennenlernen oder vertiefen möchten.

Es ist bei uns möglich, einzelne Wochenenden, thematische Kurseinheiten oder auch künstlerische Projekte über einen längeren Zeitraum mitzumachen. Vielleicht gefällt Dir unsere Arbeitsweise und du entschliesst dich, ganz nach deinen individuellen Möglichkeiten miteinzusteigen.

Fächer: Sprachgestaltung, Schauspiel, griechische Gymnastik, Pantomime, Eurythmie, Menschenkunde, Medellieren, Literatur.

Die harmonische Einheit der verschiedenen Disziplinen des Griechischen Fünfkampfes: Laufen, Springen, Ringen, Diskus- und Speerwerfen, führen den Körper in die Kraft, Leichtigkeit, Geschicklichkeit, die für das Agieren auf der Bühne unerlässlich sind. Die seelischen Qualitäten der Eurythmie ermöglichen das Eintauchen in die Welt der Laute und Töne. Es erschliessen sich plastische und musikalische Nuancierungen, die sublimiert in der Sprachgestaltung zur Anwendung kommen. Durch das Erleben und Erzeugen von Lautstimmungen beim aktiven Zuhören eines Gesprächs, einer Rede des Bühnenpartners oder durch das Intonieren von eigenen Gebärden und sprachlichen Botschaften bringt der Schauspieler Bewusstsein in die Handlung. Die Improvisation bietet Raum für Kreativität, spontane Spielfreude, Unerwartetes, ein natürliches Eingehen auf die Impulse des Spielpartners und vieles mehr. Im Schauspiel bilden Bewegung und Sprache eine harmonische Einheit. Diese muss für jedes Stück und jede Rolle neu gefunden werden. Zugleich erhält jede Rolle durch die Individualität des Darstellers eine einmalige, besondere Färbung.

Sprachgestaltung für die Bühnenkunst entwickelt sich zusammen mit den oben beschriebenen Bewegungsübungen. Freies Atmen, Nuancierungen werden geschult anhand epischer, lyrischer, dramatischer Beispiele aus der Literatur. Deutlichkeit im Sprechen, Klangfärbung, Kräftigung der Stimme, das Gefühl für unterschiedliche Rhythmen sind mit Hilfe von Sprachübungen Teil der Ausbildung. Individuelle Arbeit ist hier wichtig und wird durch regelmässigen Einzelunterricht gefördert. Das Ziel ist, die eigene Stimme, Sprachkraft und Atembewegung als Instrument zu fühlen, auf dem gespielt werden kann ohne Verspannung und Druck. Dadurch wird der Ausdruck des Dramas und der eigenen Rolle reich und farbig.

Schwerpunkte:

September 2021 - Juli 2022:
Sprachgestaltung: Sprachübungen, Epik, Balladen
Schauspiel: Griechischer Fünfkampf
Improvisation. Laut- und Farbstimmungen, Maskenbau und Maskenspiel
Erarbeiten einer kürzeren Darbietung
Eurythmie: Eurythmische Grundelemente, Stabübungen
Anatomie: Knochen und MuskelnFachunterricht: Goethes Farbenlehre, Anthroposophische Menschenkunde

September 2022 - Juli 2023
Sprachgestaltung: Sprachübungen, von Epik zur Lyrik,
alte Kulturen, Klassik, Romantik, Moderne
Schauspiel: Griechische Gymnastik, Bothmer Gymnastik
6 Sprachoffenbarungen, artikuliertes und modifiziertes Gehen
Anwendung der Übungen in Texten und Szenen, Rollenstudium
Öffentliche Aufführung
Eurythmie: Farb-, Laut- und Tonqualitäten, Rhythmen
Fachunterricht: Menschenkunde, das rhythmische System: Lunge, Herz, Kehlkopf
Kunstgeschichte, Metrik-Poetik

September 2023 - Juli 2024
Sprachgestaltung: Dramatische Beispiele aus Dichtung und Dramen. Drei Sprachansätze.
Monologe, Rollenstudium, Sprechen zu Eurythmie
Schauspiel: Vertiefung der gymnastischen- und Bewegungsübungen
Einstudierung eines Dramas mit methodischem Aufbau nach den Angaben des «Dramatischen
Kurses» von Rudolf Steiner
Eurythmie: Apollinische und Dionysische Formen. Sprechen zur Eurythmie
Fachunterricht: Theatergeschichte, Theaterliteratur
Dramatischer Kurs und erweiterte Menschenkunde
Das dritte Ausbildungsjahr schliesst ab mit einer Prüfung. Die Studierenden zeigen ihr Können in
Form einer schriftlichen und mündlichen Darstellung. Eine sprachliche und/oder dramatische
Aufführung beendet das Studium.
Nach erfolgreichem Abschluss wird die Leistung und der Besuch der Ausbildung schriftlich
bestätigt.

In Planung: 4. Jahr
Im Gespräch ist eine weiterführende Studienvertiefung in Form eines Individualstudiums,
die, bei bestehendem Interesse, ein Diplom für die Lehrberechtigung von Sprachgestaltung
und Schauspiel ermöglicht.

Hier findest Du das aktuelle Kursangebot (Änderungen vorbehalten).

Die Orte der Veranstaltungen werden dir bei der Anmeldung bekannt gegeben:

Die vier Temperamente
ein Pantomimenwochenende
2. 4. 10:00 Uhr- 17:00 Uhr und 3.4. 9:00 Uhr- 12:30 Uhr
Kurskosten 140.- / für Studenten 90.-

Maskenbau und Maskenspiel
7.5. 10:00Uhr- 17:00 Uhr und 8. 5. 9:00 Uhr- 12:30 Uhr
14. 5. 10:00 Uhr -17:00 Uhr

Die Kunstmaske ist ein wichtiges Ausdruckmittel des Theaters.
Durch den bewegten Körper können wir sie zum Leben erwecken!
Du baust dir deine Maske und lernst damit zu spielen.
Kosten: 220.- / für Studenten 180.-

Einstudierung Maskenspiel
Intensivwoche vom 4. 7. - 8.7. 2022
Wenn du beim Maskenbau Lust bekommen hast, deine Erfahrungen mit dem Maskenspiel zu vertiefen, kannst du bei der Einstudierung eines Nummernprogramms mit verschiedenen Geschichten mitmachen! Wir geben das Erarbeitete am Schluss mit einer kleinen Darbietung zum besten.
Kosten: 350.- / für Studenten 240.-

 

Anmeldung:

Esther Bohren
Blumenweg 3
4143 Dornach

estherbohrennoSpam@bluewin.ch
Tel. +41 (0)61 701 22 57

Stiftung Freie Gemeinschaftsbank
Meret Oppenheimstr. 10, 4053 Basel
IBAN CH26 0839 2000 0282 2031 5
Projektfonds 2515 / Vermerk Kurs Sprachgestaltung

Die Initiative wird unterstützt durch oling.punkt

Esther Bohren
Freies Studium Pantomime bei E. G. Böttger, Ausbildung und künstlerischer Abschluss an der Schule für Sprachgestaltung und Schauspiel am Goetheanum. Mitglied im Mimen Ensemble Bern, Mysterien Dramen-Ensemble am Goetheanum und Scala Basel, freischaffende Tätigkeit mit Sprachgestaltung, Schauspiel und Regie.

Bewegen, Sprechen, Denken -
«Diese drei menschlichen Fähigkeiten greifen ineinander, durchdringen und fördern sich gegenseitig. Ich bin fasziniert, wie vielfältig Gebärdensprache und Sprachgebärde ineinander greifen können, sei dies im Schauspiel, in der Sprachgestaltung oder Eurythmie. Richtig spannend wird es, wenn Schauspiel und Eurythmie sich im Bühnengeschehen begegnen.

Im Schauspielunterricht geht der Weg von der griechischen Gymnastik zur mimischen Körpersprache. Der Leib, das Instrument des Schauspielers, soll durch Übung geschmeidig und flexibel werden, damit Wesenhaftes überzeugend zur Darstellung gebracht werden kann.»

Johannes Händler

Sprachgestalter und Schauspieler, heute freie Unterrichtstätigkeit

Marion Lieberherr
Geboren 1975 in St. Gallen, Schweiz. Schauspielerin und Lehrerin. Ausbildung an der Schule für Sprachgestaltung und Schauspiel am Goetheanum unter Sighilt v. Heynitz. Weiterbildung bei Sighilt v. Heynitz, Beatrice Albrecht, Brigitte und Jörg v. Kralik und Sylvia Baur. 2002 – 2004 Mitarbeit an der Goetheanum – Bühne, u.a. als „Gretchen“ in den Faust-Festspielen am Goetheanum  Regie Wilfried Hammacher; „Johanna“ aus Die Jungfrau von Orléans von F. Schiller, Regie Paul Klarskov. Seit 2005 als Primarschullehrerin und freischaffend als Schauspielerin/Sprachgestalterin tätig: Rezitationen, Lesungen, Dichterprortraits, Schauspielaufführungen und Sprechen zur Eurythmie in der Schweiz und Deutschland. Sie ist Mitglied der Sprechchorinitiative Dornach. Das Repertoire umfasst die deutsche Klassik, Lyrik des 21. Jahrhunderts und Schweizer Dichtung. Seit Anfang 2019 als Dozentin für Sprachgestaltung in Dornach, Bern und Zürich wirkend.

Christina Kerssen, Eurytmie
Ausbildung zum Dozent Tanz, Eurythmie in Den Haag, Niederlanden. Dann ca. 10 Jahre als Bühneneurythmistin an der Goetheanum Bühne in Dornach tätig in Goethes Faust, Symphonieprogrammen, Mysterien Dramen von Rudolf Steiner und vielen weiteren Produktionen. Aktuell unterrichte ich Studenten und Schüler im Fach Eurythmie und bin freischaffend tätig u.a. in den Mysterien Dramen am Goetheanum und freien Projekten mit Schauspielern, Musikern und anderen Künstlern.

«Eintauchen in die eigene Bewegung, sich selber darin entdecken und darüber hinaus zu Gesetzmässigem finden in Lautstimmungen, Farben, Raumformen, Improvisationen. Sprache durch den eigenen Leib als Instrument erfahren.»

 

sowie Gastdozentinnen und Gastdozenten.

Szenenbilder aus dem Mysteriendrama «Die Prüfung der Seele» von Rudolf Steiner | Mysteriendramen-Ensemble Basel, 2022 | Fotos © Anna Krygier